Gütesiegel „TOP AusbildungsBetrieb“

Gütesiegel „TOP AusbildungsBetrieb“:
Maler- und Lackierer-Innung startet Pilotprojekt in Düsseldorf.

Die Maler- und Lackierer-Innung Düsseldorf und das Berufsbildungs- &Technologiezentrum (BTZ) wollen mit der Einführung des Gütesiegels „TOP AusbildungsBetrieb“ und der Nachwuchskampagne „Gute Aussichten für meine Zukunft“ nachdrückliche Impulse zur Verbesserung der Ausbildungssituation setzen. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung vor zahlreichen Vertretern der angeschlossenen Unternehmen betonte Hans Voß, Leiter des (BTZ), dass die Innung damit in NRW eine Vorreiterrolle spielen werde: „Wir starten in Düsseldorf ein Pilotprojekt, das bei erfolgreichem Verlauf weitere Kreise im Land ziehen wird.“ Hintergrund der Initiative sind alarmierende Fakten. Voß wies darauf hin, dass die Zahl der Auszubildenden bei den Malern und Lackierern um 65 Prozent zurückgegangen sei, demgegenüber habe das gesamte Handwerk 28 Prozent verloren. Als problematisch bezeichnete Voß auch die überdurchschnittlich hohe Ausbildungsabbruchquote (40 %) sowie das schlechte Image. Für Innungsobermeister Jörg Schmitz ein deutliches Warnsignal: „Wir müssen jetzt aktiv in den Markt gehen, neue Chancen erarbeiten und unser Bild in der Öffentlichkeit verbessern.“

Das Projekt der Maler- und Lackierer-Innung soll innerhalb von 12 Monaten umgesetzt werden. Interessierte Innungsbetriebe erhalten in dieser Zeit qualifizierte Unterstützung in Form von Seminaren für die Mitarbeiter, Hilfe bei der Prüfungsvorbereitung und die Chance zur Teilnahme an Leistungswettbewerben. Parallel dazu, betonte der stellv. Obermeister, Marc Kleinau, werde die Innung eine Ausbildungsbörse für Betriebe anbieten und noch aktiver in Schulen und auf Messen auf junge Leute zugehen. Außerdem ist einmal jährlich ein Runder Tisch geplant. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch mehrere Partner aus Industrie, Handel und Versorgung. Kleinau: „Die Betriebe sollen möglichst keine zusätzlichen Kosten tragen, sondern lediglich ihre Mitarbeiter freistellen.“ Innungsbetriebe, die das Gütesiegel anstreben, erhalten einen Kriterienkatalog, der an ein Punktesystem gekoppelt ist. Obermeister Schmitz: „Wer die erforderliche Punktzahl schafft, wird auf der Innungsversammlung im Mai 2018 mit dem Gütesiegel „TOP AusbildungsBetrieb“ geehrt.“ Die Auszeichnung gilt zunächst für drei Jahre und soll in Eigenkontrolle durch die Betriebe überprüft werden.